Spieletest für das Spiel: BATTLEBALL
Hersteller: MB                        
Preis: n.b.
empf.Alter: 8-               
Anzahl Spieler: 2
Erscheinungsjahr: 2003      
noch erhältlich: Nein
Autor:
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: August 2014
Kategorie: 2-Personen-Spiel
Bewertungsbild Battleball-Pressefoto

Ausstattung: 1 Spielplan, 22 Spielfiguren, 1 Football, 13 Würfel, 24 Markierungsplättchen, 2 Tableaus, 2 Teamplay-Plättchen
Aufmachung: Der Spielplan besteht aus einer Vielzahl von Feldern, die in Reihen angeordnet sind und ein Football-Feld mit Endzonen darstellen sollen.
Jedes Team besteht aus 11 Spielern. Diese haben unterschiedlich gefärbte Basen. Passend dazu gibt es die unterschiedlich geformten Bewegungswürfel. Die meisten Figuren belegen jeweils ein Spielfeld, es gibt allerdings auch ein paar schwere Brocken, die auf zwei Feldern abgestellt werden müssen.
Der Football aus Metall wird von den Spielfiguren transportiert und soll in die gegnerische Endzone gebracht werden. Mit den Markierungsplättchen werden Felder abgedeckt, bei denen es zu schweren Zusammenstößen von Spielern kam und die dadurch erst einmal nicht mehr betreten werden können.
Verletzte Spieler kommen auf die Tableaus. Sie stehen in der nachfolgenden Hälfte wieder zur Verfügung. Die Teamplay-Marken und einen besonderen Pass-Würfel braucht man im Grundspiel nicht.
Ziel: Jeder Spieler verkörpert ein American-Football-Team und versucht, zwei Touchdowns zu erzielen.
Zunächst stellt jeder seine Spieler in den Startbereich und nimmt sich einen Satz der Spezialwürfel.Ist man am Zug, benennt man den Football-Spieler, den man bewegen möchte und wirft danach den Würfel. Die Figur wird entsprechend gezogen und kann dabei den Ball aufnehmen, wenn man das entsprechende Feld betritt.
Steht die Figur nach der Bewegung neben einem Gegner, wird ein Tackle durchgeführt. Beim Tackling werfen beide Spieler einmal den passenden Würfel. Der Spieler mit dem niedrigeren Wert gewinnt den Zweikampf. Der Verlierer stellt seine Figur auf sein Tableau. Das Feld, auf dem die Figur stand, wird mit einem Markierungsplättchen versehen und darf von nun an nicht mehr betreten werden. Hatte der Verlierer den Ball, wechselt dieser nun zum neuen Besitzer. Sollte beim Wurf eine „1“ fallen, ist der Verlierer komplett aus dem Spiel und kommt in die Schachtel.
Damit der ballführende Spieler das Spielgerät an eine andere Figur übergeben kann, müssen beide Figuren nebeneinander stehen. Man würfelt für beide Figuren und bei unterschiedlichen Werten wird der Ball übergeben. Ansonsten fällt der Ball herunter und wird vom gegnerischen Coach nach gewissen Regeln auf ein freies Feld in der Nähe gelegt.
Die übergroßen Verteidiger haben besondere Regeln bei der Bewegung und beim Tackle. Da sie mit zwei Würfeln werfen, können sie leichter Bälle verlieren, andererseits aber auch Figuren des Gegners besser umhauen.
Sollte es im Spiel vorkommen, daß die ballführende Spielfigur komplett von Markierungsplättchen eingeschlossen ist, wird der Durchgang abgebrochen und man beginnt von Neuem. Die verletzten Spieler bleiben aber draußen.
Ein Touchdown wird erzielt, sobald eine Figur mit Ball die Endzone erreicht. Die Halbzeit ist auch beendet, wenn der Gegner keine Figur mehr auf dem Spielplan hat.
Am Ende der ersten Halbzeit nimmt man alle Markierungsplättchen vom Spielplan. Die Figuren auf den Tableaus können wiederverwendet werden.
Gibt es nach der zweiten Halbzeit keinen Sieger, wird noch eine weitere Halbzeit drangehängt.
Spielende: Sobald ein Team zwei Touchdowns erzielt hat, ist das Match vorbei.
Kommentar: Im erweiterten Spiel gibt es die Möglichkeit, den Ball zu passen, wenn sich am Ende der Bewegung kein Tackle ergibt. Dabei gilt es den Abstand von Werfer und Fänger zu beachten.
Um zu sehen, ob ein Wurf erfolgreich war, wirft man den besonderen Pass-Würfel zusammen mit dem Würfel der fangenden Figur. Sind beide Werte gleich, wird der Ball fallen gelassen. Ist die Summe beider Würfel größer als die Distanz, kommt der Ball an. Ansonsten wird der Wurf zu kurz und der gegnerische Coach darf den Ball in der passenden Entfernung auf ein Feld seiner Wahl legen.
„Battleball“ ist keine wirkliche Simulation des amerikanischen Volkssports, sonder ein einfach gehaltenes Würfelspiel, welches seinen Fokus auf die vielen Tackles und den Kick legt, wer das Spielfeld als erstes verlassen muß.
Man sollte in jedem Fall mit der Pass-Variante spielen, da die Partien dann in der Regel etwas schneller ablaufen und nicht so statisch wirken.
Für den Sieg entscheidend sind niedrige Würfe. Wer beim Tackling viele 1er erzielt, dezimiert seinen Gegner nachhaltig, der dann in einer nachfolgenden Halbzeit mit weniger Figuren antreten muß. Hohe Zahlen braucht man dagegen bei der Bewegung und dem Passen.
Die Figuren sind ganz passabel gestaltet und schon vom Hersteller aus bemalt. Die Spielregel zeigt ausreichende Beispiele und ist verständlich geschrieben.
Fazit: Ein Sportspiel für Würfelfans, die wenig Wert auf Realismus legen
Wertung: Mehr als solide 3 Punkte kann Battleball bei uns leider nicht erzielen.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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