Spieletest für das Spiel: CODE KNACKER
Hersteller: Ravensburger              
Preis: 10 Euro
empf.Alter: 8-99             
Anzahl Spieler: 1-6
Erscheinungsjahr: 2007      
noch erhältlich: Ja
Autor: Reiner Knizia
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: Mai 2007
Kategorie: Würfelspiel
Bewertungsbild Code Knacker-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Ravensburger recht herzlich!

Ausstattung: 22 Tresorkarten, 5 Würfel, 17 Chips
Aufmachung: Die Tresorkarten zeigen drei bis sechs Zahlenwerte, die man mit Hilfe der Chips abdecken muß, um die Karte schließlich zu gewinnen. Die Zahlen findet man auch auf den Würfeln. Jeder Würfel hat außerdem ein spezielles Symbol aufgedruckt.
Bei den Chips handelt es sich um transparente Kunststoff-Plättchen. Legt man diese auf einen Zahlenwert der Tresorkarte, verschwindet dieser und es erscheint ein X als Symbol.
Alle Tresorkarten haben einen Punktwert, der je nach Schwierigkeitsgrad der Aufgabe zwischen 2 und 5 Siegpunkten entspricht.
Ziel: Jeder Spieler versucht, durch geschicktes Plazieren der Chips möglichst viele Tresorkarten zu vervollständigen.
Zu Beginn der Partie werden alle Tresorkarten gründlich gemischt und als verdeckter Stapel in der Tischmitte abgelegt. Die obersten drei Tresorkarten kommen offen neben diesen Stapel. Alle Chips werden ebenfalls bereitgelegt.
Der aktive Spieler nimmt sich alle Würfel und wirft diese einmal. Nun muß er mindestens einen Würfel beiseite legen können, um seinen Spielzug nicht zwangsweise zu beenden. Um einen Würfel mit einem Zahlenwert beiseite legen zu können, muß es auf den offenen Tresorkarten ein Zahlenfeld geben, welches dem Würfel entspricht und welches noch nicht abgedeckt wurde. Gibt es mehrere Felder, darf sich der Spieler ein Zahlenfeld aussuchen und dieses mit einem Chip abdecken. Legt der Spieler einen Würfel mit Spezialsymbol aus, wird dagegen kein Feld abgedeckt.
Nach dem Herauslegen von Würfeln entscheidet sich der aktive Spieler, ob er seinen Zug freiwillig beendet oder ob er mit den verbliebenen Würfeln erneut werfen möchte.
Hört der Spieler auf, bekommt er alle ausliegenden Tresorkarten, deren Zahlenfelder vollständig mit Chips abgedeckt wurden. Die Chips kommen dann wieder in den allgemeinen Vorrat zurück. Der nächste Spieler beginnt seinen Zug mit allen fünf Würfeln, nachdem die Auslage wieder auf drei offene Tresorkarten aufgefüllt wurde. Auf unfertigen Tresorkarten bleiben die gespielten Chips liegen.
Wenn es einem Spieler gelingt, alle fünf Würfel beiseite zu legen, darf er einen kompletten weiteren Spielzug durchführen, wenn sich unter den beiseite gelegten Würfeln mindestens zwei Spezialsymbole befinden. Ansonsten beendet der Spieler seinen Zug nach dem Ablegen des fünften Würfels und bekommt die vollständig belegten Tresorkarten ausgehändigt.
Sollte man während seines Spielzugs einmal keinen passenden Würfel herauslegen können, muß man seine Aktionen zwangsweise beenden. In diesem Fall gibt es keine vollständig belegten Tresorkarten als Belohnung. Solche Karten werden wieder unter den Stapel geschoben und gegen neue Tresore ersetzt. Die Chips auf den unvollständig belegten Tresorkarten bleiben jedoch auch hier liegen.
Spielende: Wenn nach einem Spielzug die Auslage nicht mehr auf drei Tresore ergänzt werden kann, endet die Partie. Es gewinnt der Spieler, der die höchste Siegpunktzahl besitzt.
Kommentar: „Code Knacker“ ist ein gelungenes kleines Würfelspiel, bei dem man sich permanent mit der eigenen Gier auseinander setzen muß. Gerade bei den wertvollen Tresoren möchte man ungern aufhören und den Gegenspielern eine Vorlage geben, die sie dann in den Besitz der Karte bringt. Die Spezialsymbole sind wichtig und begehrt, weil man durch zwei dieser Würfel in der Lage ist, einen vollständigen weiteren Spielzug durchzuführen.
Ein Durchgang ist schnell absolviert, wodurch die Wartezeiten bis zum eigenen Spielzug selbst in voller Besetzung nicht lang sind. Man fiebert mit den anderen Spielern mit und freut sich diebisch, wenn diese die falschen Werte würfeln oder einfach zu gierig waren und daher bereits fertige Tresore nicht abräumen können.
Auch an eine Solovariante wurde gedacht. Sie funktioniert im Prinzip nach dem gleichen System. Allerdings wird nach einem fertigen Durchgang immer die oberste Karte des verdeckten Stapels entfernt und unbesehen in die Schachtel gelegt. Wurde auf diese Art und Weise die letzte Karte abgelegt, hat der Spieler noch einen letzten Zug. Hier gilt es, ein möglichst hohes Spielergebnis zu erzielen.
Fazit: Für Fans von Würfelspielen wie „Cant Stop“ oder „Gambler“ ist diese Ravensburger Neuheit in jedem Fall empfehlenswert.
Wertung: Mit guten 5 Punkten gefällt unseren Spielern das kleine Mitbringspiel. Dank der kompakten Größe eignet sich „Code Knacker“ auf jeden Fall auch für die Reise oder die Kneipe.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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