Spieletest für das Spiel : COLUMBUS
Hersteller: Ravensburger 
Preis: n.b. 
empf.Alter: 10-99
Anzahl Spieler: 2-6 
Erscheinungsjahr: 1991
noch erhältlich: Nein 
Autor: Wolfgang Kramer
Besonderheit: 
Kategorie: Legespiel 
Bewertungsbild Columbus-Ravensburger-Foto

Ausstattung: 1 Spielplan, 3 Kurzspielregeln, 6 Kartenbänke, 6 Schiffe, 135 Legekärtchen
Aufmachung: Der Spielplan ist großformatig und zeigt die Seepassage zwischen Spanien und Amerika. Die Strecke ist in Sechsecke aufgeteilt, wobei einige Felder mit den verschiedensten Symbolen bedruckt sind. Diese Symbole findet man auf den Legekärtchen wieder, die im Verlauf des Spiels auf den Spielplan kommen. Die Kartenbänke dienen zur Ablage der eigenen Kärtchen. Als Spielfiguren hat man schöne Plastikschiffe beigefügt, die sich in der Segelfarbe unterscheiden. Die Kurzspielregeln zeigen, wie weit man mit seinem Schiff fahren kann, wenn man auf bestimmten Plättchen steht und wo man welche Plättchen hinlegen muß. Das gesamte Spiel ist schön und mit viel Liebe gestaltet worden.
Ziel: Jeder Spieler erhält zu Beginn ein Schiff und eine Kartenbank. Die Kurzspielregeln werden so ausgelegt, daß jeder sie einsehen kann. Dann mischt man die Kärtchen gut durch, bevor sich jeder 10 Plättchen ziehen darf. Das Schiff stellen die Spieler dann jeweils in einen der zahlreichen Häfen am spanischen Festland.
Wenn man an der Reihe ist, muß man drei seiner Kärtchen auf das Spielfeld legen. Bei fünf oder sechs Spielern braucht man nur 2 Kärtchen auslegen. Spezielle Kärtchen wie Inseln, Häfen, Wale und die Original-Route von C. Columbus müssen dabei auf das jeweils passende Feld gelegt werden. Das Schiff in voller Fahrt darf auf ein gleichartiges Feld oder ein unbedrucktes Feld gelegt werden. Die Buchstaben können auch nur auf den dafür vorgesehenen Feldern liegen, während das Konterfei von C.Columbus als Joker fast überall liegen darf. Schiffe in Flaute können nur auf gleichnamigen Feldern oder unbedruckten Feldern liegen und ein sinkendes Schiff kann nur auf einem unbedruckten Feld abgelegt werden. Das Legen ist Pflicht.
Hat man einen Wirbelsturm ausgespielt, darf man ein auf dem Spielplan liegendes Kärtchen verlegen, wobei die Legeregeln weiterhin Gültigkeit haben. Das entsprechende Sturm-Plättchen ist danach aus dem Spiel. Einen Joker kann man auch als Wirbelsturm nehmen.
Anschließend segelt man mit seinem Schiff. Das Feld, auf dem die Spielfigur steht, gibt dabei die maximale Zugweite an. Man kann nur auf gelegten Kärtchen und den aufgedruckten Häfen stehen, alle anderen Felder sind tabu. Beim "Schiff in voller Fahrt" geht es 4 Felder weiter, bei Wasserkärtchen nur 2 Felder. Auf den Feldern Route, Buchstabe, Insel, Wal und den Häfen kann man sich drei Felder bewegen. Der Joker läßt den Spieler zwei Felder fahren, die Flaute immerhin noch ein Feld. Das sinkende Schiff ist ein Hindernis und darf nicht betreten werden. Auf jedem Feld kann nur ein Schiff stehen, das Überholen ist jedoch gestattet. Der Spieler, der an letzter Position ist, darf ein zusätzliches Feld ziehen.
Sollte ein Spieler vollkommen eingeschlossen sein, muß er bis zu dreimal aussetzen (Kärtchen muß er trotzdem auslegen). Sollte er bis dahin keine passende Karte besitzen, um die Blockade zu durchbrechen, darf er außer der Reihe einen Wirbelsturm auslösen und anschließend seinen normalen Zug machen.
Erreicht man einen Hafen in Amerika, verfallen die restlichen Bewegungspunkte. Nun gilt es, möglichst schnell zurückzusegeln. Ab sofort braucht jeder Spieler nur noch ein Kärtchen auslegen. Des weiteren darf man auf ein bereits liegendes Kärtchen ein zweites Plättchen legen. Dies geht allerdings nur mit den Kärtchen "Schiff in voller Fahrt", "Flaute" und "sinkendes Schiff". Verboten ist jedoch das Überbauen eines Schiffskärtchens oder eines Jokers ! Die Reihenfolge Legen-Segeln kann nun abgeändert werden.
Nach dem Segeln füllt der aktive Spieler seinen Vorrat wieder auf 10 Plättchen auf, bevor der nächste Spieler am Zug ist.
Spielende: Erreicht ein Spieler einen beliebigen spanischen Hafen, endet das Spiel.
Kommentar: Wolfgang Kramer hat es mit Ravensburger geschafft, ein schönes und gutes Spiel zu kreieren, allerdings sollte man mit mehr als 2 Personen bei einer Partie sein. Die Thematik stimmt und der Legemechanismus bringt viel Spannung ins Spiel.
Fazit: Ein gelungenes Spiel von Ravensburger.
Wertung: "Columbus" hat unseren Testern sehr gut gefallen. Daher vergeben wir 5 Punkte an das Spiel von Wolfgang Kramer.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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