Spieletest für das Spiel: DEUTSCHLANDREISE 2009 EDITION
Hersteller: Ravensburger              
Preis: 35 Euro
empf.Alter: 8-               
Anzahl Spieler: 2-6
Erscheinungsjahr: 2009      
noch erhältlich: Ja
Autor: Jochen Zeiss
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: März 2009
Kategorie: Würfelspiel
Bewertungsbild Deutschlandreise 2009 Edition-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Ravensburger recht herzlich!

Ausstattung: 1 Spielplan, 204 Stadtkarten, 16 Aktionskarten, 6 Spielfiguren, 1 Startfahne, 1 Spezialwürfel
Aufmachung: Der Spielplan zeigt eine aktuelle Karte von Deutschland. Während auf der Vorderseite eine geographische Ansicht zu finden ist, hat man auf der Rückseite die Karte nach Bundesländern eingefärbt. Am Rand des Spielbretts verläuft ein Koordinatensystem.
Auf der Karte befinden sich verschiedene Städte, die durch Linien untereinander verbunden sind. Zu jeder Stadt ist eine gleichartige Karte vorhanden. Die Karte zeigt neben einem Foto und einer Beschreibung auch die Koordinaten und anhand der Farbe auch den geographischen Bereich, in dem sich die Stadt befindet.
Die Aktionskarten geben einige Informationen über die einzelnen Bundesländer. Jede Karte hat außerdem einen Ereignistext, der beim Ziehen zum Tragen kommt.
Als Spielfiguren dienen halbtransparente Pöppel aus Kunststoff. Eine kleine Kunststoff-Fahne wird als Anzeiger des Start- und Zielortes genutzt. Der Spezialwürfel zeigt neben den Werten von 1-5 noch eine leere Seite.
Ziel: Jeder Spieler versucht, möglichst schnell seine Orte zu besuchen und danach das Ziel zu erreichen.
Zu Beginn der Partie werden die Karten nach Farben sortiert und getrennt gemischt. Jeder bekommt zwei Karten aus jeder der vier Regionen zugeteilt und legt diese offen vor sich aus. Danach wird aus einer beliebigen Region eine Karte gezogen, um den Start- und Endpunkt zu markieren. Hier stellen alle ihre Spielfiguren auf.
Der Reihe nach hat jeder Spieler einen Wurf. Man darf seine Figur entlang den Linien zu anderen Orten entsprechend der Würfelzahl bewegen. Kommt man dabei auf oder durch einen Ort, den man besuchen muss, kann man die jeweilige Karte abgeben. Auf einem Ort dürfen mehrere Figuren gleichzeitig sein. An Kreuzungen können die Spieler abbiegen, ohne dass man weitere Bewegungspunkte bezahlt.
Erscheint die leere Seite des Würfels, bleibt man mit seiner Figur stehen und zieht die oberste Karte des Bundesländer-Stapels. Das Ereignis kann der Spieler sofort benutzen, wenn er dies möchte. Man kann Karten allerdings nicht für spätere Züge aufbewahren.
Spielende: Wenn man alle Stadtkarten abgegeben hat und den Startort erneut erreicht, endet die Partie.
Kommentar: Das vorliegende Spiel wurde schon in mehreren Versionen beim Ravensburger-Spieleverlag verlegt. In der aktuellen Version sind weitere Städte hinzugekommen und man hat die Informationen der Städte angepasst und aktuelle Fotos genommen.
Das Würfelspiel ist natürlich sehr glücksabhängig und hängt einerseits von den zu Beginn gezogenen Orten ab und andererseits vom Würfelglück des Einzelnen. Trotzdem ist auch heutzutage ein gewisser Reiz bei Kindern und Erwachsenen vorhanden, die gerne leicht unterhalten werden wollen und eine Abscheu für komplizierte Spielmechanismen hegen. Die Spieldauer variiert von der Anzahl der Mitspieler, aber eigentlich ist eine Partie immer in 60 Minuten zu schaffen. Nebenbei wird Geographiewissen auf spielerische Weise und ohne erhobenen Zeigefinger trainiert.
Kenner der alten Ausgabe vermissen allerdings die Flughäfen, die für schnelleres Fortkommen nötig waren oder besondere Orte, bei denen Ereignisse stattfanden und die entsprechend den lokalen Örtlichkeiten angepasst waren.
Fazit: Eine gute Neuauflage, wenn auch mit vereinfachten Regeln gegenüber der früher erschienenen Version.
Wertung: Mit 4 Punkten ist das Familienspiel immer noch so ausgelegt, daß die Oma mit ihrem Enkel spielen kann. Durchaus auch heutzutage wegen der vielen Informationen zu den Städten interessant.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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