Spieletest für das Spiel: FROSCHKONZERT
Hersteller: Noris                     
Preis: 15 Euro
empf.Alter: 5-               
Anzahl Spieler: 2-4
Erscheinungsjahr: 2010      
noch erhältlich: Ja
Autor: Michael Rüttinger, Johann Rüttinger
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: Oktober 2010
Kategorie: Würfelspiel
Bewertungsbild

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Noris recht herzlich!

Ausstattung: 1 Spielplan, 7 Seerosenplättchen, 4 Frösche, 4 Fliegen, 1 Spezialwürfel, 1 Froschmaske
Aufmachung: Der Spielplan zeigt einen Teich mit 19 Wasserfeldern. An den Seiten befinden sich jeweils die Startpunkte der Frösche, an den gegenüberliegenden Stellen ist der Platz für die zu fangende Fliege. Die Seerosenplättchen passen genau auf ein Wasserfeld und sind auf einer Seite mit einem Seerosenblatt bedruckt. Die Frösche sind aus Holz und haben einen Schlitz. Die Fliegen sind aus Pappe und passen in den Mund der Frösche. Jeder Frosch hat dabei seine eigene Fliegenfarbe. Der Spezialwürfel zeigt entweder eine Ziffer von 1 bis 2 oder eine Froschmaske bzw. ein Seerosenblatt. Die Froschmaske ist aus Pappe und kann einem Kind aufgesetzt werden, damit dieses nichts sieht.
Ziel: Jeder Spieler verkörpert einen Frosch und versucht, sich mit einer Fliege wieder zum Startfeld zu bewegen.
Am Anfang der Partie werden die Seerosenplättchen auf die mittleren Felder des Sees mit der Wasserseite nach oben gelegt. Auf die farbigen Startfelder kommen die gleichfarbigen Frösche, auf die gegenüberliegende Seite jeweils eine Fliege.
Wenn man an der Reihe ist, würfelt man mit dem Würfel. Bei einer Seerose darf man eine unbesetzte Seerose auf ein freies Feld legen und dabei wählen, ob die Blattseite oben sein soll oder nicht. Bei einer 1 oder 2 darf man mit seinem Frosch ein oder zwei Sprünge machen. Dabei muß dieser allerdings jedesmal auf Seerosenblättern landen und darf nicht ins Wasser gehen. Sollte man nicht ziehen können, verfällt die Aktion.
Bei der Froschmaske setzt sich der Spieler die Maske auf. Ein ausgewählter Mitspieler quakt nun einmal mit verstellter Stimme. Errät der aktive Spieler, wer gequakt hat, darf er eine Seerose versetzen und einen Sprung mit seinem Frosch als Belohnung durchführen. Bei zwei Personen darf man die Aktion sofort durchführen, das Raten entfällt hier.
Die Fliege muß mit einem genauen Sprung erreicht werden. Danach kann man sich wieder auf den Rückweg machen.
Spielende: Erreicht man das Startfeld mit genauer Augenzahl und hat eine Fliege gefangen, endet die Partie.
Kommentar: „Froschkonzert“ ist eine Neuauflage. Das Ursprungsspiel ist bereits mit unveränderten Regeln vor einigen Jahren beim gleichen Verlag erschienen.
Beim Material hat Noris gegenüber dem alten Spiel ordentlich zugelegt. Die Frösche sind nun aus Holz und wurden sogar bedruckt. Zusammen mit den Fliegen machen sie einen ordentlichen Eindruck. Auch die neuen Grafiken sind hübscher als beim alten Spiel.
Da sich regeltechnisch nichts geändert hat, ist „Froschkonzert“ weiterhin ein sehr glücksabhängiges Würfelspiel, bei dem ein Kind, welches so gut wie nie Seerosenblätter würfelt, keine Chance auf den Sieg hat. Das Quaken ist zwar anfangs ein netter Gimmick, doch finden eigentlich alle Kinder heraus, wer denn nun ein Konzert gegeben hat. Von daher verzichtet man spätestens nach der ersten Partie auf den Einsatz der Maske. Diese ist sowieso nur für kleine Köpfe konzipiert und kann von mitspielenden Erwachsenen nicht benutzt werden, ohne den Papp-Sichtschutz nach kurzer Zeit zu beschädigen.
Fazit: Kein Meilenstein, trotz des verbesserten Materials.
Wertung: Mit 3 Punkten hätte dem Spiel eine Regelüberarbeitung sicherlich gut getan.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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