Spieletest für das Spiel: GAGA
Hersteller: Nürnberger Spielkarten    
Preis: 4 Euro
empf.Alter: 8-               
Anzahl Spieler: 3
Erscheinungsjahr: 2005      
noch erhältlich: Ja
Autor: Frank Stark
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: Februar 2008
Kategorie: Kartenspiel
Bewertungsbild Gaga-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Nürnberger Spielkarten recht herzlich!

Ausstattung: 36 Karten
Aufmachung: Jeder Spieler verfügt über einen Satz gleichartiger Karten in einer Farbe. Die Karten haben Zahlenwerte von 3-9, außerdem gibt es noch einige Sonderkarten. Jede Karte hat außerdem noch eine niedliche Comic-Grafik mit Hühnern, Kot und Würmern.
Ziel: Die Spieler versuchen, in drei Spielrunden möglichst viele Pluspunkte zu sammeln.
Zu Beginn einer Runde nehmen sich die Spieler einen Kartensatz auf die Hand.
Eine Spielrunde besteht aus 12 Zügen. In jedem Spielzug legen die Spieler zunächst verdeckt eine Spielkarte aus. Danach werden die Karten gleichzeitig aufgedeckt. Der Spieler mit dem höchsten gespielten Zahlenwert bekommt die Karten. Die Zahlenkarten werden verdeckt vor dem Spieler gesammelt, Kotkarten kommen offen nach Farben sortiert daneben. Erhält man im weiteren Spielverlauf eine zusätzliche Kot-Karte in der gleichen Farbe, wird sie auf die bereits ausliegende Kotkarte des eigenen Ablagestapels gelegt und löscht deren Minuspunkte.
Haben zwei Spieler die gleiche Ziffer ausgelegt, bekommt derjenige die Karten, der die dritte Karte gespielt hat. Bei drei identischen Karten bleiben diese in der Mitte und werden im nächsten Spielzug zusammen mit den dann ausliegenden Karten vergeben.
Wird ein Fuchs gespielt, schnappt dieser sich alle ausliegenden Hühner. Kothaufen gehen wieder an ihre Besitzer zurück, die sie vor sich ablegen müssen. Das Ei kann als beliebige Ziffer zwischen 1 und 10 eingesetzt werden, sofern die genannte Zahl nicht im aktuellen Stich ausliegt.
Bei der Karte „Wurm“ darf sich der Spieler entscheiden, ob sie den Wert 1 oder 10 annehmen soll. Das Hühnerauge hat den Wert 2, der Ausspielende darf aber auf Wunsch noch eine weitere Handkarte auslegen, wenn er möchte.
Hat ein Spieler keine Handkarten mehr, ist die Spielrunde beendet. Verbliebene Handkarten werden als Gewinn noch auf den eigenen Stapel gelegt. Jede verdeckte Hühnerkarte bringt einen Siegpunkt, jeder Kothaufen zwei oder drei Minuspunkte.
Spielende: Wer nach drei Durchgängen die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt die Partie.
Kommentar: In der kleinen Kartenschachtel verbirgt sich ein lustiges kleines Stichspiel, bei dem man sich die bereits ausgespielten Karten der Mitspieler nicht unbedingt merken braucht, um gut mitspielen zu können. Der Zufall bei der Auswahl sorgt für einige Überraschung und die Schadenfreude ist hoch, wenn sich zwei Spieler ausbooten und der unterlegene Dritte die Karten bekommt. Schlecht sind die ersten Kotkarten in jeder Farbe, während die zweite Karte in der gleichen Farbe kaum noch eine Gefahr darstellt.
Die Spieldauer ist mit 20 Minuten recht kurz. Kinder können ohne Probleme mitspielen, wenn die Eltern die Auswertung machen oder überwachen.
Wer den Neo-Klassiker „Hols der Geier“ kennt, wird Parallelen im Spiel finden, trotzdem ist das Spiel unserer Meinung nach eigenständig genug, um am Markt bestehen zu können.
Fazit: Ein schönes einfaches Stichspiel.
Wertung: Unseren Spielern hat „Gaga“ gefallen. Daher gibt es solide 4 Punkte für dieses kleine Kartenspiel, welches ungewöhnlicherweise in der Grundausstattung nur zu dritt spielbar ist.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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