Spieletest für das Spiel: GIPFELSTÜRMER
Hersteller: Amigo
Preis: 20 Euro
empf.Alter: 8-
Anzahl Spieler: 2-4
Erscheinungsjahr: 2015
noch erhältlich: Ja
Autor: Friedemann Friese
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: Dezember 2015
Kategorie: Würfelspiel
Bewertungsbild Gipfelstürmer-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Amigo recht herzlich!

Ausstattung: 1 Spielplan, 20 Steinböcke, 5 Würfel, 4 Spielermarker
Aufmachung: Der Spielplan zeigt diverse Wege vom Tal zu einem Berggipfel. Die Wegabschnitte erstrecken sich dabei über größere und kleinere Felder, die nur betreten werden können, wenn bestimmte Würfelkombinationen geworfen wurden. Einige Felder durchziehen zudem noch Gebirgsflüsse.
Als Spielfiguren dienen große Holzsteine in Form von Steinböcken. In jeder Farbe gibt es eine passende Pappscheibe als Spielermarker. Bei den Würfeln handelt es sich um normale Sechsseiter.
Ziel: Die Spieler versuchen, mit zwei Böcken das Gipfelmassiv zu erklimmen.
Jeder Spieler stellt die Steinböcke einer Farbe auf das große Startfeld des Spielplans und nimmt sich einen passenden Spielermarker, den er mit der leeren Gipfelseite nach oben vor sich auslegt. Man einigt sich auf einen Startspieler, von dem es reihum weitergeht.
Man darf bis zu dreimal würfeln. Anschließend sollte man versuchen mit dem Wurfergebnis ein eigenes Tier entlang eines Pfades in Richtung Gipfel zu bewegen. Hat man versagt, kommt ein eigenes Tier zurück zum Start.
Auf großen Feldern dürfen beliebig viele Tiere stehen, auf kleinen Feldern dagegen immer nur eins. Betritt man mit der Spielfigur ein besetztes Feld, auf dem ein eigenes Tier steht, schubst man dieses ein Feld weiter nach oben. Handelt es sich bei dem Tier aber um einen gegnerischen Steinbock, wird dieser in den Fluss geschubst und entsprechend der Strömung bis zum nächsten Feld transportiert. Kettenzüge mit mehrfachem Schubsen sind möglich.
Erreicht ein Steinbock den Gipfel, dreht der Besitzer seinen Spielermarker zur Kennzeichnung um. Die Figur bleibt auf dem Gipfel, bis sie vertrieben wird.
Spielende: Kommt das zweite Tier eines Spielers zum Gipfel, hat dieser gewonnen.
Kommentar: Bei dem neuen Familienspiel von Friedemann Friese geht es vor allem darum, Ketten aus eigenen Tieren zu bilden, um dadurch einfach über das Anschubsen zum Gipfel vorzustoßen. Ansonsten benötigt man für den letzten Abschnitt fünf gleiche Ziffern, die mit drei Würfen nur schwer zu erzielen sind.
Die einzelnen Spielzüge gehen flott von der Hand und nur selten kommt man in die missliche Lage, ein eigenes Tier wieder zurück zum Start bringen zu müssen. Schubsen ist beliebt und wenn es den Gegner trifft, ist die Schadenfreude meist sehr ausgeprägt. Allerdings kann es durch Kettenzüge auch vorkommen, dass man sich selbst schadet.
Die Spieldauer überschreitet selbst in voller Besetzung kaum 30 Minuten und lädt dadurch zu Revanchen ein. Die großen Holztiere sind stabil und stehen gut. Nur selten reicht der Platz auf großen Feldern nicht ganz aus und die Tiere müssen dann kurzzeitig gestapelt werden.
Zu zweit ist weniger los auf dem Spielplan. Hier kann man sich leichter aus dem Weg gehen, was bedeutet, dass das Spiel ordentlich an Reiz verliert. Oft sitzt man hier an verschiedenen Enden des Spielplans und läuft unbehelligt vom Gegner den Berg hinauf. Das ist unbefriedigend. Zudem wäre es schön gewesen, wenn zumindest in den unteren Reihen eine gewisse Variabilität bezüglich der Aufgaben gegeben wäre.
Fazit: Zu viert ein lustiges Würfelvergnügen.
Wertung: 4 Punkte gibt es von uns für dieses Amigo-Spiel.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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