Spieletest für das Spiel: KATERFRÜHSTÜCK
Hersteller: Ravensburger              
Preis: n.b.
empf.Alter: 10-99            
Anzahl Spieler: 3-6
Erscheinungsjahr: 1993      
noch erhältlich: Nein
Autor: Wolfgang Riedesser
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: März 2009
Kategorie: Bluffspiel
Bewertungsbild Katerfrühstück-Foto

Ausstattung: 1 Spielplan, 6 Spielfiguren, 30 Futterkarten, 24 Fressnäpfe, 6 Tabletts
Aufmachung: Der Spielplan zeigt einen großen Tisch mit vier Ablageplätzen für die Futterkarten. Um den Tisch herum verläuft eine Laufstrecke, auf der man die Spielfiguren bewegt. Es handelt sich bei den Figuren um Katzen aus Pappe, die in farbigen Standfüßen stecken.
Passend zu den Farben der Standfüße gibt es für jeden Katzenspieler vier Fressnäpfe. Auf der Innenseite sind dort die Buchstaben von A bis D zu sehen. Die Buchstaben findet man ebenfalls an den Ablagefeldern für die Karten.
Jede Karte zeigt eine oder mehrere Leckereien für die Katzen. Auf der Rückseite sind einige Karten jedoch mit einem Geist-Symbol versehen.
Die Tabletts sind aus stabiler Pappe gefertigt und können eingesetzt werden, um Nahrung an einen Mitspieler zu verschenken.
Ziel: Die Spieler hoffen, alleine an einer Leckerei zu stehen, um ihre Figur in Richtung Zielfeld ziehen zu können.
Zu Beginn wählt jeder eine Spielfarbe und stellt die passende Figur auf das Startfeld der Leiste. Außerdem nimmt man sich ein Tablett und die Fressnäpfe seiner Farbe, die verdeckt vor dem Spieler abgelegt werden.
Als nächstes werden die Startkarten aus den restlichen Spielkarten aussortiert. Beide Stapel mischt man getrennt voneinander und legt sie mit der Futterseite nach oben aus. Je nach Zahl der Spieler werden einige Startkarten abgezählt und kommen in die Schachtel zurück. Die restlichen Startkarten kommen auf den Stapel mit den verbliebenen Karten. Danach zieht man die obersten vier Stück und legt diese mit der Futterseite nach oben auf die zentralen Felder in der Mitte des Spielbretts.
In einer Spielrunde entscheiden sich die Spieler geheim für eine der vier Futterkarten, indem sie den Fressnapf mit dem dazugehörigen Kennbuchstaben auf den Spielplan stellen. Haben alle Spieler ihre Auswahl getroffen, werden die Näpfe umgedreht und neben die passenden Karten gelegt.
Sollten mehrere Personen die gleiche Karte gewählt haben, gehen sie leer aus. Die Näpfe bleiben jedoch vorerst an der Karte liegen. Die anderen Spieler dürfen jeweils nacheinander so viele Felder vorwärts ziehen, wie Leckereien auf ihrer Karte abgebildet sind. Dabei beginnt immer der Spieler, der am weitesten hinten liegt. Auf jedem Lauffeld kann immer nur eine Spielfigur stehen, besetzte Felder werden übersprungen und nicht mitgezählt. Die Karten, mit denen Bewegungen durchgeführt wurden, kommen danach auf einen Ablagestapel. Außerdem erhält der Spieler seinen Fressnapf sofort zurück.
Einige Karten zeigen auf der Kartenrückseite einen Geist. In diesem Fall darf der Spieler nicht vorwärts laufen, sondern muss seine Figur entsprechend viele Felder rückwärts ziehen. Um dies zu verhindern, kann man sein Tablett einsetzen und die Karte mit dem Tablett zusammen an einen Mitspieler verschenken. Dieser muss dann den Zug ausführen und kann sich nicht dagegen wehren.
Am Ende einer Runde werden die leeren Felder des Spielplans wieder mit neuen Futterkarten belegt und man wählt einen neuen Fressnapf aus. Bevor die Fressnäpfe aufgedeckt werden, dürfen sich dann jedoch die Spieler ihre aus der Vorrunde blockierten Schälchen wieder nehmen.
Spielende: Erreicht eine Spielfigur das letzte Feld des Umlaufs, endet die Partie. Dieser Spieler hat gewonnen.
Kommentar: Das Kinderspiel ist einfach gehalten und basiert vor allem auf den Fähigkeiten, die Gedanken der Mitspieler zu erraten und nicht die gleichen Karten auszuwählen wie diese. Gerade bei voller Besetzung ist das nicht gerade einfach. Da andererseits aber gleiche Näpfe dazu führen, daß diese Personen das gleiche Futter in der Folgerunde nicht erneut auswählen können, hat man gerade bei wenigen Mitspielern durchaus öfter einmal die Gelegenheit, eine Futterkarte sicher abzugreifen.
Leider sind nicht alle Karten positiv. Durch den Einsatz eines Tabletts kann man jedoch manchmal das Schlimmste abwenden oder sich entsprechend revanchieren.
Die Spieldauer ist abhängig von der Anzahl der Mitspieler und variiert zwischen 10 Minuten und fast einer Stunde. Das Material ist ordentlich und robust gemacht. Bei den comichaften Illustrationen gibt es auch nichts zu bemängeln. Sie sind farbenfroh und schön gezeichnet.
Fazit: Ein nettes Bluffspiel für Kinder und Familien.
Wertung: Bei uns erhält „Katerfrühstück“ 4 Punkte.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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