Spieletest für das Spiel: OCHSEN SOXEN
Hersteller: Nürnberger Spielkarten    
Preis: 10 Euro
empf.Alter: 8-               
Anzahl Spieler: 2-4
Erscheinungsjahr: 2008      
noch erhältlich: Ja
Autor: Marco Teubner
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: August 2008
Kategorie: Kartenspiel
Bewertungsbild Ochsen Soxen-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Nürnberger Spielkarten recht herzlich!

Ausstattung: 80 Spielkarten, 16 Wertungskarten, 9 Wiesenkarten
Aufmachung: Jeder Spieler besitzt einen identischen Kartensatz mit Ochsen und Kühen. Sie haben Zahlenwerte zwischen 1 und 10. Auf den Wertungskarten steht jeweils, ob die Ochsen oder die Kühe gewertet werden sollen. Diese Karten werden zu Beginn des Spiels an die Mitspieler verteilt.
Mit Hilfe der Wiesenkarten legt man die Spielfeldgröße fest. Sie werden in Form eines Kreuzes auf dem Tisch ausgelegt und können während des Spiels von Spielkarten überdeckt werden. Das Spiel wird in einer kleinen Metalldose ausgeliefert.
Ziel: Jeder Spieler versucht, in seinen Wertungen möglichst viele Siegpunkte zu sammeln.
Zu Beginn der Partie werden die Wiesenkarten zu einem Kreuz ausgelegt und zeigen so eine Fläche von 5x5 Feldern, in die man die Spielkarten legen kann.
Jeder Spieler bekommt die Kuh- und Ochsenkarten einer Farbe und mischt sie gründlich. Dann zieht man von seinem eigenen Stapel fünf Handkarten. Außerdem erhält jeder Spieler zwei Ochsen- und zwei Kuhwertungskarten, die er verdeckt vor sich ablegt. Nicht verteilte Wertungskarten und Spielkarten wandern in die Schachtel zurück. Schließlich einigt man sich auf einen Startspieler.
Ist man an der Reihe, muss man eine Karte ausspielen. Dabei kann es sich entweder um eine Handkarte oder um eine Wertungskarte handeln.
Eine Handkarte wird offen auf ein beliebiges freies Feld des Rasters gelegt. Dabei dürfen die Wiesenkarten durchaus überdeckt werden. Nach dem Ablegen zieht man eine weitere Karte von seinem Nachziehstapel und nimmt diese auf die Hand. Sollten bereits alle Felder belegt sein, muss man eine Wertung durchführen.
Alternativ kann man sich eine seiner Wertungskarten aussuchen und an den Rand einer Reihe oder Spalte legen. Diese Reihe oder Spalte wird dann sofort gewertet. Bei einer Ochsenwertung entscheidet die höchste Summe der Ochsen in der Reihe, wer die Wertung gewinnt. Dieser Spieler bekommt alle Kühe in der Reihe bzw. Spalte und legt sie verdeckt bei sich ab. Die Ochsen und die Wertungskarte kommen danach aus dem Spiel. Bei einer Kuhwertung entscheidet die Summe der Kühe darüber, wer die ausliegenden Ochsen der Reihe bzw. Spalte nehmen darf. Bei einem Gleichstand darf keine Wertung ausgelöst werden.
Spielende: Sobald die letzte Wertungskarte abgerechnet wurde, endet die Partie. Nun gewinnt der Spieler, der die höchste Gesamtsumme bei den gewonnenen Karten besitzt.
Kommentar: Gerade im Spiel zu zweit ist das Taktieren recht groß und es gilt genau abzuwägen, wo man seine Tiere ablegt, um dem Mitspieler keine zu verlockenden Angebote zu unterbreiten. Andererseits sollte man sich auch immer merken, welcher Spieler noch welche Wertungskarten hat. Gerade gegen Ende der Partie kann dies einen entscheidenden Vorteil bedeuten, da man lukrative Reihen vermeintlich sicher hat. Oft versuchen die Mitspieler dann aber diese Reihen mit unpassenden Tieren schnell zu füllen, damit der Gewinn nicht zu groß wird.
In voller Besetzung muss man dagegen anders vorgehen und auch mal leidlich attraktive Reihen werten, damit man überhaupt einige Siegpunkte erhält. Hier sind Planungen nicht möglich und man muss sich der jeweiligen Situation im eigenen Zug anpassen. Es wird hier deutlich schwieriger, die Übersicht über die Wertungs- und Spielkarten der Mitspieler zu behalten.
Die Kartengrafiken sind sehr niedlich geworden und verleiten dazu, dieses Spiel als Kinderspiel abzutun. Dies sollte man aber nicht, denn es ist vom Anspruch her eher dem Erwachsenensegment zuzuordnen, obwohl man eine Partie auch locker und leicht angehen lassen kann.
Fazit: Ein gutes Taktikspiel, vor allem zu zweit.
Wertung: Mit guten 4 Punkten kann man „Ochsen soxen“ durchaus empfehlen.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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