Spieletest für das Spiel: RATZ FATZ IST WEIHNACHTEN
Hersteller: Haba 
Preis: 12 Euro
empf.Alter: 3-12 
Anzahl Spieler: 1-6
Erscheinungsjahr: 2003 
noch erhältlich: Ja
Autor: Hajo Bücken
Besonderheit: 
Kategorie: Aktionsspiel
Bewertungsbild Ratz Fatz ist Weihnachten-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Habermaaß recht herzlich!

Ausstattung: 19 Figuren, 10 Spielsteine
Aufmachung: Die Spielfiguren sind aus Holz gefertigt und zeigen verschiedene Gegenstände und Tiere, die alle mehr oder weniger mit dem Thema Weihnachten zu tun haben. Sie sind teilweise mehrfarbig bedruckt. Als Spielsteine dienen normale kleine Holzzylinder.
Die Anleitung hat neben vier verschiedenen Spiel-Versionen noch 10 unterschiedliche kleine Geschichten, Rätsel oder Gedichte.
Ziel: Die erste Spiel-Idee nennt sich „Paß auf!".
Zunächst werden alle Figuren auf dem Tisch ausgebreitet, die Spielsteine kommen separat. Danach wählt ein Elternteil eine der Geschichten aus und beginnt diese vorzulesen. Wenn eine auf dem Tisch liegende Figur vorkommt, soll das Kind diese schnell zu sich nehmen, während man weiterliest. Wird ein Begriff ein weiteres Mal verwendet, so darf sich das Kind einen der Spielsteine nehmen.
Spielende: Wenn die Geschichte durchgelesen ist, vergleicht man, wie viele Begriffe richtig gefunden wurden.
Ziel: Beim zweiten Spiel sind die Figuren ebenfalls auf dem Tisch ausgebreitet. Hier können ein bis sechs Kinder mitspielen. Die Spielsteine werden nicht benötigt.
Der Spielleiter stellt den Kindern reihum immer eine der aufgeführten Aufgaben. Wenn das Kind die Aufgabe nicht vollständig alleine lösen kann, dürfen die Mitspieler bei der Suche nach der Lösung des Rätsels helfen. Danach kommen die Figuren wieder in die Tischmitte und das nächste Kind muß eine Aufgabe lösen.
Spielende: Sobald die Aufgaben durchgearbeitet sind, endet die Partie.
Ziel: Das dritte Spiel ist für mehrere Personen gedacht. Auch hier liegen die Spielfiguren in der Mitte des Tisches. Während des Vorlesens einer Geschichte passen alle Kinder auf und versuchen gleichzeitig, die genannten Spielfiguren zu sammeln. Hier muß man nicht nur aufmerksam sein, sondern auch schnell reagieren können, damit die Mitspieler den Gegenstand nicht vor einem bekommen. Ist eine Spielfigur schon weg und wird ein weiteres Mal genannt, erhält der Spieler, der dies bemerkt, einen der Spielsteine als Ersatz.
Spielende: Nach dem Ende der Geschichte vergleicht man die erbeuteten Spielfiguren und Spielsteine. Es gewinnt derjenige, der die meisten Sachen sammeln konnte.
Ziel: Das letzte Spiel nennt sich „Schau hin!". Es handelt sich hierbei um ein Spiel zum Trainieren des Gedächtnisses. Die Kinder sollten in etwa wissen, welche Figuren im Spiel vorhanden sind.
Zehn dieser Figuren werden auf den Tisch gelegt, der Rest bleibt in der verdeckten Schachtel. Auch hier liest man eine Geschichte vor.
Kommt ein Begriff vor, bei dem das genannte Teil bereits auf dem Tisch liegt, geschieht nichts. Wird jedoch eine Spielfigur genannt, die dem Spiel beigelegt ist und nicht auf dem Tisch plaziert wurde, ruft man den Begriff schnell. Als Belohnung darf man sich dann eine Figur aus der Mitte nehmen. Gibt es den Begriff nicht als Figur oder liegt diese Figur bereits auf dem Tisch, dann muß der Rufer eine Figur an denjenigen geben, der dies als erstes bemerkt. Sollte ein Begriff fallen, dessen Figur sich ein Mitspieler schon sichern konnte, so bekommt derjenige, der den Begriff nennt, einen Spielstein ausgehändigt.
Spielende: Sobald in der Tischmitte keine Spielfigur mehr liegt, ist die Partie vorbei. Es gewinnt derjenige, der die meisten Figuren und Spielsteine besitzt.
Kommentar: „Ratz Fatz ist Weihnachten" ist eine Erweiterung von „Ratz Fatz" bzw. „Ratzolino" des gleichen Herstellers. Es kann allerdings ohne Probleme auch ohne eines der beiden anderen Spiele gespielt werden. Die Spielregeln sind fast identisch mit denen von „Ratzolino.
Eine Partie macht den Kindern sehr viel Spaß, obwohl man die Geschichten und Gedichte recht schnell durchgespielt hat. Danach sind die Eltern gefordert, sich eigene Geschichten auszudenken oder die vorhandenen Texte zu modifizieren.
Fazit: Ein wirklich tolles Kinderspiel, bei dem das Lernen (Erkennen von Begriffen, Erraten durch Beschreibung, Reaktionstraining) spielerisch perfekt gelöst wird. Vor allem, wenn man die anderen Spiele besitzt, hat man eine große Auswahl, um eigene Geschichten zu schreiben und sie den Kindern zu präsentieren.
Wertung: Diese Version bekommt gute 4 Punkte von uns, da es leider nur 19 Spielfiguren gibt und der Themenbereich recht eingeschränkt ist. Zusammen mit den anderen beiden Spielen hat man jedoch auf jeden Fall eine lohnenswerte Anschaffung, die die Kinder auch länger interessieren wird.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de



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