Spieletest für das Spiel: SHERLOCK KIDS
Hersteller: Haba                      
Preis: 22 Euro
empf.Alter: 5-99             
Anzahl Spieler: 3-6
Erscheinungsjahr: 2013      
noch erhältlich: Ja
Autor: Reiner Knizia
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: Februar 2014
Kategorie: Aktionsspiel
Bewertungsbild Sherlock Kids-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Habermaaß recht herzlich!

Ausstattung: 20 Bilder, 1 Umschlag, 5 Drehscheiben, 6 Spielfiguren
Aufmachung: Die Bilder wurden von verschiedenen Künstlern gezeichnet und zeigen viele Objekte und Personen in bunten Farben. Die Bilder sind auf zehn beidseitig bedruckten Karton-Blättern aufgedruckt, die in einem großen Umschlag vor den Blicken der Kinder geschützt werden.
Die vormontierten Drehscheiben zeigen sechs Farben, sechs Ziffern und ein X als Felder zum Einstellen. Jeder besitzt eine zylinderförmige Spielfigur, die mit einem Aufkleber versehen ist. Mit ihr zieht man auf acht Feldern des Schachtelbodens, bis man im Museum beim Bilderdieb angekommen ist.
Ziel: Die Kinder versuchen sich als Detektive und merken sich möglichst viele Einzelheiten der Wimmelbilder.
Jeder stellt zunächst eine Spielfigur auf das Startfeld des Museums. Ein Spieler wird zum Rätselsteller und nimmt sich den Umschlag. Die anderen erhalten je eine Drehscheibe. Nun wählt der Rätselsteller ein Bild aus dem Umschlag und legt es offen in die Tischmitte. Dann überlegt er sich eine Frage, deren Antwort eine Farbe ist. Nach einer gewissen Zeitspanne verdeckt er das Bild mit dem Umschlag und stellt den Mitspielern die Frage. Jeder dreht nun geheim die Drehscheibe auf die richtige Lösung. Gibt es die Farbe auf der Drehscheibe nicht, wird sie so gedreht, daß das X-Symbol sichtbar wird.
Bei der anschließenden Auswertung darf jeder, der die richtige Lösung eingestellt hat, mit seinem Detektiv ein Feld vorwärts ziehen. Der Rätselsteller kommt nur voran, wenn mindestens ein Mitspieler richtig lag und mindestens ein Spieler eine falsche Lösung angegeben hatte.
Nach dem Durchgang wechselt der Fragesteller im Uhrzeigersinn. Das benutzte Bild wird zunächst beiseite gelegt und erst wieder mit den anderen vermischt, wenn alle Blätter aus dem Umschlag gezogen wurden.
Spielende: Nach einer festgelegten Zahl von Runden endet die Partie. Erreicht eine Spielfigur schon vorher das Feld mit dem Bilderdieb, hat dieser Spieler gewonnen. Ansonsten entscheidet die Reihenfolge auf dem Pfad über den Sieger.
Kommentar: In den Varianten spielt man mit den Zahlenwerten oder mischt die Fragen zur Farbe und der Anzahl der Objekte.
Die Wimmelbilder sind stilistisch sehr unterschiedlich, wobei es bis auf ein Bild eigentlich immer genug zu entdecken und zu erfragen gibt. Einzig das Ölgemälde stellte viele Kinder vor Probleme und wurde dann kurzerhand ignoriert.
Da die Bilder im DIN A4-Format vorliegen, benötigt man auch eine entsprechend große Schachtel. Das restliche Spielmaterial verliert sich darin allerdings. Das Inlet als Laufparcours zu benutzen ist zwar eigentlich eine gute Idee, bedeutet aber andererseits auch einen hohen Platzbedarf auf dem Tisch. Die Spielfiguren wirken etwas billig. Hier ist man deutlich besseres von Haba gewohnt. Auch beim Thema gibt es Unstimmigkeiten, denn die Kinder jagen einen Bilderdieb im Museum, in dem sie sich Bilder anschauen und sich deren Details merken?
Das Spiel selbst funktioniert ganz passabel und kann auch gespielt werden, wenn Kinder Farbschwächen haben. In diesem Fall wird nur nach der Anzahl von Gegenständen und Personen gefragt. Die Spieldauer ist für das Gebotene meist doch etwas zu lang und gegen Ende verlieren die Kinder dann zunehmend die Lust, sich auf die wechselnden Bilder zu konzentrieren.
Fazit: Ein durchaus schwieriges Such- und Merkspiel.
Wertung: Mit 3 Punkten kann „Sherlock Kids“ nicht überall punkten.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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