Spieletest für das Spiel: SORRY BAHN FREI
Hersteller: Hasbro                    
Preis: 30 Euro
empf.Alter: 6-               
Anzahl Spieler: 1-4
Erscheinungsjahr: 2010      
noch erhältlich: Ja
Autor:
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: Dezember 2010
Kategorie: Aktionsspiel
Bewertungsbild Sorry Bahn Frei-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Hasbro recht herzlich!

Ausstattung: 2 Zielfelder, 4 Bahnen, 3 Abschlußkanten, 16 Spielfiguren, 16 Wertungskegel, 4 Wertungstafeln
Aufmachung: Die Zieltafeln sind quadratisch und haben mehrere Kreise. Im Innern eines Kreises steht die Punktzahl, die ein Spieler bekommen kann. In diese Zielfelder können die Bahnen eingehakt werden. Abschlußkanten sorgen bei weniger als 4 Spielern dafür, daß die Lücken bei unbesetzten Seiten geschlossen sind. Die Zielfelder sind beidseitig bedruckt.
Als Spielfiguren dienen große Figuren, die die Form der älteren Monopoly-Spielsteinen haben. Im unteren dicken Bereich ist eine Metallkugel eingearbeitet. Dadurch läßt sich eine Spielfigur ähnlich wie beim Curling über die Bahnen ins Ziel schieben.
Für jeden Spieler gibt es eine eigene Punkteleiste. Auf ihr bewegt man sich mit den kleinen Wertungskegeln voran.
Ziel: Jeder Spieler ist darauf bedacht, möglichst schnell seine vier Wertungsfiguren auf der Tafel bis nach ganz oben zu bringen.
Zu Beginn der Partie erhält jeder das Spielmaterial einer Farbe. Dann baut man die erste Bahn auf. Bei weniger als vier Spielern werden die nicht verwendeten Seiten des aktuellen Zielfeldes mit Abschlußkanten verschlossen.
Der aktive Spieler nimmt eine seiner Spielfiguren und schiebt diese von seiner Bahn aus in Richtung Ziel. Dabei darf man eine bestimmte Linie mit seiner Hand nicht überschreiten, weil der Spielstein ansonsten nicht gewertet wird. Danach machen alle Spieler reihum das gleiche, bis alle Spielsteine benutzt wurden.
Fällt ein Kegel um oder landet er auf der Bahn eines Mitspielers, wird dieser Spielstein entfernt und kommt in dieser Runde nicht in die Wertung. Gleiches gilt für Steine, die in einem Bereich mit der Aufschrift „Sorry“ stehen. In diesem Fall muß der Spieler aber außerdem den höchsten Wertungsstein wieder von seiner Punkteleiste herunternehmen.
Jeder Spielstein im Kreis bringt entsprechend viele Bewegungspunkte und kann dazu benutzt werden, einen Wertungsstein zu bewegen. Das Zielfeld der Skala muß dabei mit genauer Augenzahl erreicht werden. Es ist nicht gestattet, die Bewegungspunkte eines Spielsteins auf zwei Wertungssteine aufzuteilen.
Am Ende des Durchgangs nehmen sich die Spieler wieder alle Spielsteine und der Startspieler wechselt im Uhrzeigersinn.
Die vier Zielfelder sind unterschiedlich konzipiert. So gibt es beispielsweise ein zentrales Loch, in das man nach Möglichkeit die Spielsteine der Gegner schießen sollte, um sie an Punkten zu hindern oder bei der Rückseite einen eigenen Wertungskegel dafür in den Zielbereich stellen kann. Bei anderen Bereichen darf man zwischen 4 und 6 Felder vorrücken.
Fazit: Sobald ein Spieler alle Wertungssteine auf seinen Zielbereich gebracht hat, endet die Partie.
Kommentar: „Sorry“ ist eine amerikanische Abwandlung des berühmten klassischen Mensch ärgere Dich nicht. Die aktuelle Action-Variante hat allerdings nicht viel mehr mit dem Ursprungsspiel gemeinsam und erinnert mehr an eine kleine Sportsimulation des Eisstock-Schiessen.
Das gelungene Konzept basiert vor allen Dingen auf den genialen Spielsteinen, die sehr ruhig über die Bahnen gleiten und sich mit etwas Übung auch zielgenau steuern lassen. Die Anleitung zeigt auch Beispiele, wie man mehrere Bahnen hintereinander hängt, um schwierigere Ausgangsbedingungen zu schaffen.
Je mehr Spieler mitmachen, desto mehr Spaß gibt es während einer Partie. Ständig schießt man den Gegner weg oder hilft ihm unfreiwillig zu mehr Punkten. Das Gejohle ist groß, wenn es gelingt, einen fremden Spielstein auf ein Sorry-Feld zu bringen und dieser seinen besten Wertungsstein wieder zurücksetzen darf. Aber auch zu zweit kann „Sorry Bahn frei“ durchaus überzeugen.
Die Kartonqualität der Bahnen und der Zielbretter ist nicht sehr berauschend, erfüllt aber dennoch ihren Zweck. Da die Zielbretter beidseitig bedruckt sind, hat man immerhin vier unterschiedliche Ziele, die ein leicht veränderbares Schubsen erlauben. Trotzdem wäre hier mehr Abwechslung wünschenswert.
Fazit: Ein geniales einfaches Aktionsspiel für Jung und Alt.
Wertung: Mit 5 Punkten ist „Sorry Bahn frei“ eine absolute Kaufempfehlung. Hoffentlich gibt es davon bald eine Erweiterung mit weiteren Brettern, neuen Spielsteinen und schwierigeren Bahnen.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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