Spieletest für das Spiel: TUMULT ROYAL
Hersteller: Kosmos
Preis: 25 Euro
empf.Alter: 10-
Anzahl Spieler: 2-4
Erscheinungsjahr: 2015
noch erhältlich: Ja
Autor: Klaus Teuber, Benjamin Teuber
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: Dezember 2015
Kategorie: Aktionsspiel
Bewertungsbild Tumult Royal-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Kosmos recht herzlich!

Ausstattung: 100 Spielfiguren, 39 Warenplättchen, 37 Gefolgsleute, 10 Landschaftstableaus, 1 Spielfeldrahmen, 4 Burgtafeln, 4 Adelskarten, 4 Gnadenkarten, 1 Drehscheibe, 1 Sanduhr
Aufmachung: Die Spielfiguren repräsentieren Statuen, die die Spieler im Verlauf der Partie aufstellen wollen. Die Rohstoffe dafür sind auf den Warenplättchen, die eine von drei Waren in unterschiedlicher Anzahl aufgedruckt haben.
Die Gefolgsleute repräsentieren das Wohlwollen der Bevölkerung. Es handelt sich dabei um Papp-Chips.
Das Spielfeld wird aus mehreren Rahmenteilen und einigen Landschaftstableaus zusammengestellt. Jedes Landschaftstableau besteht aus neun Feldern, die Wiesen, Wälder, Dörfer oder Städte zeigen. Der Rahmen besitzt zudem eine Königsleiste.
Die Burgtafeln haben Aussparungen, in die man die Säulen der Spieler stellt. Auf jeder Burgtafel sind die Baukosten für Statuen und der Ablauf einer Spielrunde aufgelistet.
Über die Adelskarten wird die Spielreihenfolge angezeigt. Die Gnadenkarten helfen den Spielern mit den wenigsten Statuen auf dem Spielbrett bei der Auswertung des Willens des Volkes. Dieser wird anhand einer Drehscheibe in jeder Runde ermittelt.
Ziel: Die Spieler versuchen als Adelige, möglichst viele Statuen im Herrschaftsgebiet zu errichten.
Jeder Spieler erhält eine Burgtafel und die dazugehörigen Statuen. Diese werden in die Aussparungen gestellt. Außerdem erhält jeder eine Gnadenkarte, die neben die Burgtafel kommt.
Je nach Anzahl der Spieler benötigt man unterschiedlich viele Landschaftstableaus, die mit Hilfe des Rahmens die Spielfläche ergeben. Einige Tableaus sind dabei zu Beginn der Partie noch verdeckt.
Jeder Spieler bekommt eine Reihe von Gefolgsleuten. Je nach Spielerzahl benötigt man alle oder nur einen Teil der Warenplättchen und legt diese verdeckt in der Tischmitte aus. Mit Hilfe der Adelskarten wird die erste Spielreihenfolge zufällig festgelegt.
Bevor die Partie beginnt, setzen Spieler in umgekehrter Spielreihenfolge ihre erste Statue auf ein beliebiges freies Wiesenfeld.
Ein Durchgang gliedert sich in eine Reihe von Phasen, die in fester Reihenfolge abgehandelt werden.
Zunächst wird nach den Bedürfnissen des Volkes gefragt. Dazu dreht der Spieler mit der Charakterkarte „König“ den Pfeil auf der Drehscheibe. Die angegebene Zahl braucht das Volk nun in allen drei Warensorten, um glücklich zu bleiben.
In der darauffolgenden Raubphase nimmt sich jeder zunächst unbesehen drei Warenplättchen, die beiseitegelegt und in diesem Durchgang nicht gebraucht werden. Danach starten alle Spieler gleichzeitig und nehmen die im Zentrum liegenden Warenplättchen mit einer Hand auf, schauen sie sich an und entscheiden dann, ob sie sie verdeckt auf ihre Burg oder zurück in den Vorrat legen wollen. Während dieser Zeit läuft auch die Sanduhr.
Sobald die Zeit abgelaufen ist, kann jeder Spieler das hektische Treiben durch einen Ausruf beenden. Nun wird überprüft, ob es Tumulte gibt. Dazu deckt man alle in der Tischmitte verbliebenen Warenplättchen auf. Gibt es von einer Warenart nicht die zuvor mit dem Drehpfeil bestimmte Menge, kommt es zum Tumult des Volkes. Jeder zählt dabei die Anzahl seiner gleichartigen Waren. Der Spieler, der zu gierig war und die meisten Waren dieser Sorte besitzt, wird vom Volk bestraft und darf nur eines dieser Warenplättchen mit dem niedrigsten Wert behalten. Gibt es mehrere Spieler mit der gleichen Anzahl, wird der im Rang besser Stehende vom Volk ausgesucht. Hat man die Gunst des Volkes, darf man von seiner Gesamtsumme 1 abziehen. Außerdem verliert der gierige Spieler einige Gefolgsleute.
Nachdem die Tumulte beendet wurden, geht es zum Bau der Statuen. Reihum gemäß ihren Rängen bauen die Spieler immer Säulen auf leere Felder. Die Kosten an Warenplättchen stehen dabei auf dem Burgtableau. Statuen werden in der Regel immer angrenzend zu Feldern mit eigenen Statuen platziert. Auf Wald und Wiese stellt man eine Spielfigur, ins Dorf kommen zwei Figuren und in einer Stadt kann man drei Statuen abstellen. Man bezahlt mit den Warenplättchen, die man zuvor eingesammelt hat. Für jede zu viel gezahlte Ware gibt es einen Gefolgsmann dazu. Man kann auf ein beliebiges Wald-oder Wiesenplättchen setzen, wenn man dafür den doppelten Preis zahlt.
Haben die Spieler alle ihre Figuren platziert, werden die Ränge neu verteilt. Dabei entscheidet die Anzahl der Gefolgsleute über die Adelstitel. Der König muss am Ende jedoch einige Gefolgsleute abgeben, erhält dafür aber als Belohnung die Chance, eine weitere Statue auf der Königsleiste abzustellen.
Der Spieler mit den wenigsten Statuen auf dem Spielplan erhält die Gnade des Volkes und darf seine Gnadenkarte drehen. Die anderen müssen die Karte dagegen auf die passive Seite legen. Schließlich werden alle Warenkarten gemischt und für den folgenden Durchgang neu ausgelegt.
Sobald eine bestimmte Anzahl an Durchgängen absolviert ist, ermittelt man die Differenz aus der Anzahl der Säulen des besten und des schlechtesten Spielers. Ist ein bestimmter Wert erreicht, endet die Partie.
Spielende: Sobald das Spielende eingeläutet wurde, gewinnt der Spieler mit den meisten Säulen auf dem Brett. Die Partie kann vorzeitig vorbei sein, sobald ein Spieler seine letzte Figur einsetzen konnte.
Kommentar: Das neue Kosmos-Spiel ist gerade in der Warensuch-Phase zwar etwas hektisch, aber Tumulte muss man am Spieltisch zum Glück dann doch nicht befürchten.
Dieser namensgebende Auswahlmechanismus macht auch den Reiz im Spiel aus. Man sucht schnell nach den vorteilhaften Symbolen für die eigene Spielweise, sollte aber auch nicht zu gierig werden, um dann vielleicht am Ende durch das Volk wieder zur Abgabe gezwungen zu werden. Mehr als zwei Felder wird man kaum in einem Durchgang belegen können und oft geht es sehr knapp zu. Gelungen ist auch das Spielende, welches am Schluss eines Durchgangs überprüft wird und dafür sorgt, dass ein weit abgeschlagener Spieler sich nicht noch etliche Runden quälen muss oder gar Königsmacher wird.
Das Material ist schön gestaltet und gut durchdacht. Die Säulen in den Aussparungen der Burgtableaus erleichtern das Zählen und geben jederzeit einen genauen Überblick über den Punktestand. In der Hektik fallen die Figuren auch nicht um. Das Spiel skaliert je nach Anzahl der Spieler und durch die Landschaftsteile entstehen jedes Mal andere Gebiete zum Besiedeln.
Fazit: Ein gutes neues Spiel von Klaus Teuber.
Wertung: Mit gerade 5 Punkten überzeugt uns „Tumult Royal“.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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