Spieletest für das Spiel: VERFLIXXT KOMPAKT
Hersteller: Ravensburger              
Preis: 8 Euro
empf.Alter: 8-99             
Anzahl Spieler: 2-4
Erscheinungsjahr: 2009      
noch erhältlich: Ja
Autor: Wolfgang Kramer, Michael Kiesling
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: Juli 2012
Kategorie: Würfelspiel
Bewertungsbild Verflixxt kompakt-Pressefoto

Ausstattung: 26 Plättchen, 1 Starttafel, 1 Zieltafel, 10 Spielfiguren, 6 Wächter, 1 Würfel, 1 neutraler Wurm
Aufmachung: Die Plättchen sind aus Pappe und bilden zusammen mit der Start- und der Zieltafel eine Laufstrecke, die man mit seinen Spielfiguren absolvieren muß. Es gibt viele negative Plättchen, einige Joker und ein paar positive Plättchen im Parcours.
Als Spielfiguren dienen Standard-Pöppel in unterschiedlichen Farben. Die Wächter sind ebenfalls aus Holz und haben die Form eines Zylinders. Beim Würfel handelt es sich um einen normalen Sechsseiter. Als neutrale Figur dient ein Wurm aus Pappe, der in einem Kunststoff-Standfuß steckt.
Ziel: Jeder Spieler versucht durch geschicktes Verlassen von Spielfeldern möglichst viele Pluspunkte zu sammeln.
Am Anfang baut man gemeinsam das Spielbrett nach einem vorgegebenen Muster auf. Je nach Anzahl der Spieler bekommt man zwei oder drei Figuren einer Farbe, die auf das Startfeld gestellt werden. Danach werden die Wächter auf vorgegebene Plättchen gestellt und man einigt sich auf den Startspieler.
Der aktive Spieler würfelt und kann danach entweder eine seiner Figuren entsprechend viele Felder in Richtung Ziel bewegen oder er zieht mit einem Wächter in Richtung Ziel. Den Wächter kann man allerdings nur bewegen, wenn dieser zusammen mit mindestens einer eigenen oder fremden Spielfigur auf einem Feld steht.
Bewegt der Spieler eine eigene Figur und war diese die einzige auf dem Ausgangsfeld, dann muß der Spieler das entsprechende Plättchen an sich nehmen und offen vor sich ablegen. Die entstandene Lücke wird von nachfolgenden Figuren ignoriert und zählt nicht bei deren Bewegung mit. Es gibt keine Begrenzung über die Anzahl von Figuren und Wächtern auf einem Feld.
Sollte eine Figur das Zielfeld erreichen, verfallen die überzähligen Würfelpunkte. Hat ein Spieler bereits alle Figuren ausgespielt, wartet er, bis die Mitspieler ebenfalls alle Figuren im Ziel haben.
Spielende: Sobald alle Figuren das Zielfeld erreicht haben, endet die Partie. Nun darf jeder Spieler seine gewonnenen Jokertafeln jeweils einem negativen Plättchen zuordnen, um dieses dann in Pluspunkte zu verwandeln. Anschließend zählt man seine positiven Werte zusammen und subtrahiert davon die Minuspunkte-Tafeln. Es gewinnt der Spieler mit dem besten Ergebnis.
Kommentar: Das Spiel ist einfach zu lernen und hat einen hohen Spaßfaktor. Es ist immer lustig, wenn Mitspieler gezwungen werden, eine eigene Figur von einem lukrativen Feld zu entfernen oder ein Minusfeld aufnehmen müssen. Der kluge Einsatz der Figuren und vor allem die Bewegungsmöglichkeiten der Wächter muß man im Auge behalten, um schließlich letzter auf einem der begehrten Felder zu bleiben.
Während ein Spiel in hoher Besetzung recht chaotisch und wenig planbar ist, kann man bei einem Spiel zu zweit oder zu dritt noch einige taktische Möglichkeiten ausnutzen.
Das Material ist sehr stabil und robust. Die Grafiken der einzelnen Plättchen wurden von vielen verschiedenen Künstlern gefertigt und sehen meistens recht spaßig aus.
Die kompakte Version hat etwas weniger Spielplättchen und weniger Spielfiguren, da man hier nur zu viert spielen kann.
Der Wurm ist für die Variante wichtig und wird bei bestimmten Wurfergebnissen mitbewegt. Landet er auf einem Feld mit Spielfiguren, müssen sich diese direkt aus dem Parcours die niedrigste unbesetzte Scheibe nehmen. Geht das nicht mehr, legen die Spieler ihre niedrigste Minuskarte wieder in den Parcours zurück. Auf diese Weise verlängert sich das Rennen etwas und man hat Chancen, seine Minuspunkte auch ohne Joker-Felder wieder loszuwerden.
Fazit: Ein gelungenes Familienspiel und auch in der kleineren Version zu empfehlen.
Wertung: Mit soliden 4 Punkten macht auch die kleine Version des Spiels noch viel Spaß.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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