Spieletest für das Spiel: WUNDERLAND
Hersteller: Pegasus
Preis: 35 Euro
empf.Alter: 8-
Anzahl Spieler: 2-4
Erscheinungsjahr: 2013
noch erhältlich: Nein
Autor: Dirk Hillebrecht
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: Februar 2016
Kategorie: Kartenbrettspiel
Bewertungsbild Wunderland-Pressefoto

Ausstattung: 1 Spielplan, 20 Zielkarten, 112 Ansichtskarten, 4 Punktekarten, 32 Spielfiguren, 4 Anzeiger, 1 Startspieler-Lokomotive, 32 Aufkleber
Aufmachung: Der Spielplan zeigt eine schematische Darstellung der verschiedenen Bereiche im Modelleisenbahnmuseum „Miniatur Wunderland“. Jeder Bereich hat dabei eine eigene Farbe und besitzt eine Reihe von Orten mit Kennziffern. Dazu gibt es in jedem Bereich noch Symbolfelder und eine Ablage für die Postkarten aus der Region. Außen um den Spielplan herum verläuft eine Punkteleiste, auf der die Anzeiger der Spieler ziehen.
Auf den Zielkarten stehen 2-4 Orte, die ein Spieler besuchen soll. Sie bringen dann unterschiedlich viele Siegpunkte beim Erreichen dieses Ziels.
Die Ansichtskarten zeigen verschiedene Szenen aus den Regionen der Eisenbahnlandschaften. Die Punktekarten sind beidseitig mit den Werten 100 bzw. 200 versehen und werden ausgegeben, sobald ein Spieler mit seinem Zählstein das Ende der Skala erreicht hat.
Als Spielfiguren dienen Holzscheiben. Sie können mit Aufklebern individualisiert werden, was aber keinen spielrelevanten Effekt hat und nur der Optik dient.
Die Startspieler-Lokomotive ist aus Holz gefertigt und sieht ganz nett aus.
Ziel: Die Spieler reisen durchs Miniatur-Wunderland und besuchen ihre Reiseziele, um damit Punkte zu sammeln. Postkarten von verschiedenen Regionen helfen dabei.
Die Postkarten werden nach Regionen sortiert abgelegt. Man mischt die Zielkarten und gibt jedem Mitspieler zwei Karten auf die Hand. Dann wählt jeder seine Spielfarbe und stellt alle Figuren auf das Startfeld. Der passende Punktemarker kommt auf das erste Feld der Siegpunktleiste. Man einigt sich schließlich auf den Startspieler, der die entsprechende Lokomotive erhält.
Der aktive Spieler wählt einen Ort aus, wo mindestens eine eigene Figur steht und darf von dort aus über das Streckennetz bis zu zwei Orte weiterziehen. Sind andere Spieler an diesem Ort vertreten, dürfen diese auf Wunsch mitreisen. Der Zielort ist dann auch für sie verbindlich.
Sowohl vor dem Zug wie auch danach darf der aktive Spieler Zielkarten erfüllen und Ansichtskarten sammeln.
Um eine Zielkarte zu erfüllen, muss in jedem Ort der Karte eine eigene Figur stehen. Diese Figuren kommen wieder auf das Startfeld zurück und der Spieler erhält entsprechend Punkte. Dazu gibt es eine weitere Zielkarte vom Reststapel. Hat man schon vier Karten erfüllt, gibt es keine neue Ziel Karte mehr.
Möchte ein Spieler Ansichtskarten sammeln, geht das nur auf einem der Symbolfelder. Für jede eigene Figur dort, die der Spieler wieder zum Start stellt, gibt es eine Postkarte aus dieser Region. Die Postkarten werden verdeckt beim Spieler abgelegt.
Wenn ein Spieler seinen fünften Auftrag erfüllt hat, endet die Partie sofort. Sie ist auch vorbei, wenn ein Spieler Postkarten von sieben verschiedenen Regionen gesammelt hat. Jeder Spieler darf nun noch Zielkarten erfüllen und Ansichtskarten sammeln, sofern die Figuren passend stehen. Danach gibt es nach einem bestimmten Schlüssel Bonuspunkte für die Ansichtskarten.
Spielende: Wer nach der Auswertung die Nase vorn hat, gewinnt die Partie.
Kommentar: Mit dem Spiel „Wunderland“ erhalten die Fans des Miniatur Wunderlands ein sehr schön illustriertes Familienspiel mit vielen Fotos der Anlage in Form der Postkarten. Alleine durch die Optik macht das Reisen zu den unterschiedlichen Orten schon viel Spaß.
Das Besondere an diesem Spiel ist die fast permanente Möglichkeit, bei einem der Mitspieler mitzureisen und so auch weite Strecken zu den Zielorten in relativ kurzer Zeit zu bewerkstelligen. Das funktioniert natürlich vor allem bei vier Personen sehr gut und sorgt gleichzeitig dafür, dass eine Partie in voller Besetzung nur unwesentlich länger dauert als zu zweit. Trotz des kooperativen Verhaltens, welches ja regeltechnisch ein Zwang für den aktiven Spieler ist, geht es doch gegeneinander und oft gibt es einen Wettlauf zu den Postkarten, um von diesen möglichst schnell alle Regionen zu besitzen.
Glück spielt ebenfalls eine Rolle, denn die Zielkarten sind unterschiedlich schwer zu meistern und wenn partout kein Mitspieler in eine bestimmte Richtung will, muss man den Weg alleine laufen, was einige Spielzüge kosten kann.
Fazit: Ein gelungenes Familienspiel zum Thema Eisenbahn und Modellbau.
Wertung: Mit 5 Punkten konnte uns „Wunderland“ erfreuen und wird gerne gespielt.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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