Spieletest für das Spiel: 3:2 … SIEG
Hersteller: Pelikan                   
Preis: n.b.
empf.Alter: 8-80             
Anzahl Spieler: 2
Erscheinungsjahr: 1975      
noch erhältlich: Nein
Autor: Wim Thoelke
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: April 2012
Kategorie: 2-Personen-Spiel
Bewertungsbild 3 2 Sieg-Foto

Ausstattung: 22 Spielfiguren, 1 Brett
Aufmachung: Das Spielbrett besteht aus 14x18 Feldern und jeweils einem kleinen Torraum. Einige Felder besitzen farbige Markierungen, auf denen die Spielfiguren vor der Partie und nach einem Tor abgestellt werden.
Bei den Spielfiguren handelt es sich um Holzzylinder in den Farben der Spieler. Einzig die Torhüter sind in einer neutralen Farbe gehalten.
Ziel: Man versucht, innerhalb einer gewissen Zeitspanne möglichst viele Treffer zu erzielen oder spielt, bis fünf Tore gefallen sind.
Nach der Aufstellung beginnt ein Spieler. Außerhalb des Strafraumes darf sich eine Spielfigur beliebig weit in eine Richtung bewegen, aber niemanden dabei überspringen. Ein Abbiegen während des Spielzuges ist nicht gestattet. Vor dem Strafraum muß die Spielfigur jedoch immer stoppen.
Eine Spielfigur am Strafraum darf einen Schritt in den Strafraum machen. So lange der Spielstein sich dort befindet, darf er immer nur ein Feld, waagerecht, senkrecht oder diagonal bewegt werden. Es gibt Limits, wie viele Angreifer und Verteidiger sich in diesem Bereich aufhalten dürfen.
Um ein Tor zu erzielen, muß ein Spieler mit einer Spielfigur ins Tor ziehen oder alternativ von einem Feld vor dem Strafraum ein freies Schußfeld haben.
Spielende: Sobald die zu Beginn vereinbarte Spielzeit vorbei ist, endet das Spiel. Der Spieler mit den meisten Toren gewinnt. Alternativ kann eine Partie vorbei sein, wenn fünf Tore gefallen sind.
Kommentar: Man merkt dem Fußball-Spiel an, daß es in den 70er Jahren entstanden ist. Einige Formulierungen in den Spielregeln sind etwas ungenau beschrieben und bedürfen der Klärung durch die Spieler.
Viel schwerer ist es allerdings für den Verteidiger, die angreifende Mannschaft effektiv aufzuhalten. Ein Durchmarsch zum Tor ist bei optimaler Spielweise nur sehr schwer aufzuhalten und erfordert ein bedingungsloses Einmauern auf der Torlinie. Dadurch wird dem Spiel leider die Dynamik genommen. Man merkt hier deutlich, daß ein Prominenter maßgeblich am Spielgeschehen beteiligt war und die Redaktion weniger Wert auf eine ausgewogene und spannende Spielführung gelegt hat. Gerade im Vergleich zu später erschienenen Brettspielen mit gleichem Thema muß man „3:2 … Sieg“ ein mangelhaftes Zeugnis ausstellen.
Das abstrakte Aussehen und die Standard-Zylinder sind nach heutigen Maßstäben natürlich auch nicht besonders hübsch. Immerhin hat man auf billigen Kunststoff verzichtet.
Fazit: Ein unspektakuläres Sportspiel.
Wertung: Mit gerade 3 Punkten bekleckert sich das Pelikan-Spiel nicht gerade mit viel Ruhm und steht aus heutiger Sicht eher im Abseits.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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