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Cinco

90 Felder und nur 1 Ziel

VerlagAutorSpielerAlterSpieldauerPreis
Franjos Unbekannt 2 - 4 ab 8 Jahre 10 Minuten 25,- Euro 

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Spielziel:

Mit 4 Steinen in einer Reihe zu gewinnen ist schon lange kein Problem mehr, denn 4 gewinnt hat sicher jeder schon einmal gespielt - und auch gewonnen. Jetzt wird das Prinzip der Reihe ein wenig erweitert, so daß wir uns nicht mehr nur auf 4 Steine beschränken, sondern einen weiteren Stein dazu nehmen. Zusätzlich ist der Spielplan, der bisher immer zwischen den Spielern stand flach und legt sich nun als Spielbrett zwischen die Spieler, wo dann sogar noch Platz war einen weiteren Spieler einzubauen - Dafür sollten dann auch die nunmehr 90 Felder ausreichen, die sich auf dem Plan mit dem hintergründigen Sechseck-Muster ausbreiten. Ach ja, auch die Möglichkeiten, seine Spielsteine zu spielen wurden erweitert, so daß nicht mehr nur 7 Einwurfstellen, sondern eben 90 Ablagefelder auf den nummerierten Feldern des Spielplans, entstanden sind. Und für jedes dieser Felder gibt es mindestens eine Karte, die es erlaubt, auf dem betreffenden Feld, einen eigenen Stein zu platzieren.

Ablauf:

Der Spielplan mit dem nicht erst seit Catan bekannten 6-Eck-Muster kommt in die Tischmitte, wo er dann erst einmal von den Mitspielern bestaunt wird (das steht so nicht in der Regel und kann daher auch weggelassen werden, wenn es sich nicht automatisch einstellt). Dieser Spielplan zeigt 90 Felder, die von innen nach außen mit aufsteigenden Nummern versehen sind, so daß jede Ziffer im Bereich von 1 - 90 genau 1x vorkommt und die kleineren sich im Inneren und die größeren im Randbereich des Spielfelds befinden. Diese Ziffern finden sich dann auch auf den Spielkarten wieder, die es in genau der selben Anzahl, wie die Felder auf dem Spielplan gibt. Durch die Kennzeichnung auch der Karten mit genau den selben Ziffern, kann jede Karte ganz einfach genau einem Feld auf dem Spielplan zugeordnet werden. Und genau das werden wir die Hälfte der Spielzeit machen: Nämlich eine Karte ausspielen und einen eigenen, farbigen Spielstein platzieren. Die andere Hälfte der Spielzeit müssen wir leider dazu nutzen, Karten nachzuziehen, was dann auch schon die einzigen beiden Aktionen sind, die ich im Spiel machen kann (wenn man mal davon absieht, daß auch der Tausch aller 4 Handkarten möglich ist).

Ausspielen und Nachziehen muß übrigens nicht immer hinter einander geschehen, sondern kann so beliebig gehandhabt werden, wie es der Spieler möchte - Hauptsache ist dabei nur, daß er nicht irgendwann mit mehr als 4 Handkarten dasteht, denn das ist ausdrücklich in der Regel verboten. Verboten ist es außerdem, auf besetzte Felder zu setzen. Haha, wie soll das gehen - wird sich mancher jetzt sicher denken, wenn es jede Karte genau 1x gibt. Aber die Lösung ist relativ einfach, denn eine ausgespielte Karte beschränkt einen Spieler nicht so sehr, wie man denkt, erlaubt die Karte doch, einen Stein auf dem bezeichneten Feld abzulegen ODER auf jedem anderen Feld, so dessen Nummer größer ist, als die Nummer der ausgespielten Karte. Auf diese Weise bekommen die Karten plötzlich einen ganz anderen Wert und man merkt, daß es Felder gibt, die einem viel einfacher weg genommen werden können als andere. Aber da möchte ich jetzt nicht zu weit vorgreifen - das wird jeder selbst merken.

Das Spiel endet sofort, wenn es einem der Spieler gelingt, 5 Spielsteine seiner Farbe in einer durchgängigen Reihe zu platzieren. Dieser Spieler hat dann gewonnen. Das wird ungefähr nach 10 Minuten der Fall sein, was zeigt, daß Cinco ein ziemlich kurzes Spiel ist.

Geschichte:

Laut Spielregel basiert Cinco u.a. auf 5ive Straight, was 1958 in den USA erschienen ist. Mal in diesem Verlag, mal in jenem. Aber das ist inzwischen lange her und alle diese Verlage gibt es nicht mehr, so daß die Recherche-Arbeiten, um den Autoren es Spiels zu finden, bis heute im Sande verlaufen sind, obwohl sich genug Namen finden liessen. Mit Cinco erscheint nun ein Spiel, das seine Wurzeln bei 5ive Straight aber mit diesem nicht mehr viel gemeinsam hat. Allein durch das andere Spielfeldlayout fühlt sich Cinco ganz anders an, sind doch die Möglichkeinen gänzlich verschieden. Und ein 'diagonal' gibt es auf dem aktuelln Spielplan irgendwie auch nicht so richtig...

Variante:

Leider kann es ja manchmal vorkommen, daß einige Karten nicht mehr ausgespielt werden können, weil schon alle Felder besetzt sind, die mit dieser Karte zu besetzen wären. Normalerweise wirft man solch' eine Karte einfach ab, ohne einen Spielstein zu setzen. Das ist etwas unbefriedigend. Gegen dieses ungute Gefühl hilft es, diese Karten zu Jokern zu erklären und somit so zu tun, als wäre diese Karte eine '1'. Das kann das Spiel ein wenig durcheinander würfeln, da man so die hohen Karten Stück für Stück zu Jokern machen kann und in andere Bereiche auf dem Spielplan vorrücken kann, die sich einem bis dahin noch nicht angeboten hatten.

Fazit:

Cinco funktioniert im 2er- und im 3er-Spiel ausgesprochen gut - die Variante des Teamspiels liegt mir nicht so und mit 4 Personen würde ich immer wieder gerne etwas anderes spielen. Fakt ist allerdings auch, daß es ausgesprochen schwer ist, eine 5er-Reihe zu legen, geschweige denn, sie vorzubereiten. Beides versucht man Zug für Zug, ahnt jedoch bald, daß es Stellen gibt, an denen dies' viel einfacher geht, als an anderen.

Wenn man darauf verzichtet, mit der Variante zu spielen, sind kleine Karten auf dem Weg zum Sieg eine große Hilfe und ein Gegner, der versucht im hohen Bereich eine Reihe zu erlangen, kann selbst mit diesen Karten abgefangen werden, ohne sich groß anzustrengen - je gelber somit die blauen Karten sind, desto besser sind sie (Die Zahlenkarten und Felder haben einen Farbverlauf von 1=gelb bis 90=blau). Das größte Hinternis auf dem Weg zum Ziel ist jedoch nicht der Mitspieler, sondern der Zufall, der mir bisher viel zu oft die Karten verschafft hat, die ich mir für meine(n) Mitspieler gewünscht habe. Hier ist etwas Erfahrung nötig, um auch bei vermeindlich schlechten Karten das Spiel für sich zu entscheiden, bzw. dem Mitspieler das Ruder aus der Hand zu nehmen.

Das Spielfeld und die Spieleschachtel sind angenehm klein gehalten und haben graphisch nicht viel zu bieten. Die Felder und Spielplan sind eher funktionell und farblich nicht sehr interessant. Das geht so weit, daß die Hintergrundfarbe des Spielplans eine gewisse Ähnlichkeit mit der Arbeitsplatte in meiner Küche hat - dort jedoch habe ich Farbakzente gesetzt und einige Schranktüren als Blickfang gestaltet. Aber ich schweife ab... Schaut' es Euch an, spielt es und urteilt dann selbst. Ich fand's angenehm zu spielen.

(cw)
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     38 Prozent - 1.45 PunkteIhre 1 Lesermeinung zu Cinco~1.45
Punkte
Marco Stutzke
25.Jan 12: Ein abgewandeltes Sequence ???Ohne
Wertung

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© Carsten Wesel am 17.05.2005 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.