![]() | Die hängenden GärtenSo schön kann Gartenbau sein | ||||||
Verlag | Autor | Spieler | Alter | Spieldauer | Jahr | Preis | |
Hans im Glück | Din Li | 2-4 | ab 8 Jahre | 45 Minuten | 2oo8 | Euro 25,- |
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Spielziel: | Es war einmal ein kleiner Gärtner, der nur seinen kleinen Garten hatte. Lange Zeit lebte er glücklich und zufrieden und pflanze mal hier ein Gänseblümchen und mal dort einen Pilz an und träumte davon, eines Tages eine schöne Prinzessin zu heiraten. Es ging ihm gut in seiner kleinen Welt. Doch einmal begab es sich, daß er einen anderen Gärtner traf, der ihm von der großen weiten Welt erzählte un | |||||||
Ablauf: |
Spieltechnisch sind diese Ideen offen ausliegende Karten, die sich unsere Gärtner reihum nehmen können. Diese Karten zeigen unterschiedlichste Gebäude und Leerfelder in diversen Anordnungen und sind von den Spielern so in ihre eigenen Gärten einzubauen, daß gleichfarbige Gebäude möglichst in Gruppen von 3-6 gleichen errichtet werden. Hierbei - und das ist besonders wichtig - dürfen diese Gebäude nur in den aktuellen Ausmaßen des eigenen Gartens errichtet werden. Alle auf der Karte zusätzlich vorhandenen Leerfelder unterliegen dieser Einschränkung nicht und können die Grenzen des Gartens erweitern, wenn man sie so legt, daß sich die Karten teilweise überlagern und die Leerfelder somit über den aktuellen Rand hinausragen und dadurch einen neuen Rand bilden. Immer nachdem ich meinen Garten mit einer neuen Idee aus dem Gartenmarkt ergänzt habe, darf ich einen eben erweiterten Bereich, der nun aus 3 oder mehr Feldern besteht und noch nicht gewertet wurde, für mich werten und im Gartenmarkt meine Glanzleistung anmelden und mir dafür ein Punkteplättchen auswählen. Ob ich aus 2, 4 oder allen 6 ausliegenden Punkteplättchen auswählen darf, liegt ganz allein an mir, denn während ich mit 3 zusammenhängenden gleichen Feldern nur aus 2 Plättchen auswäh Wurden alle Gartenbaukarten an die Mitspieler verteilt und in die entsprechenden Gärten eingebaut, hat die Partie Die hängenden Gärten auch schon ihr Ende erreicht. Sollten den Spielern noch Punktplättchen zustehen, so können sie noch genommen werden, bevor sich die Wertung anschließt. Je nach dem, wie viele Plättchen man von einer Sorte sammeln konnte, fallen die Punkte aus. Als Beispiel seien hier die Kelch-Plättchen erwähnt, für die es 3-7-12-20 Punkte gibt. Einen solchen Punkteschlüssel gibt es für jede Plättchenart und sagt aus, daß man mit 1 Plättchen 3 Punkte hat, während 3 gleiche hier schon 12 Punkte bringen. 5 Plättchen oder mehr Plättchen einer Sorte werden getrennt gewertet, so daß 5 Kelch-Plättchen sich in 4+1 'Serien' aufteilen, die 20+3=23 Punkte einbringen. Für jede dieser Sorten gibt es sogar noch ein Bonusplättchen, daß die Punkte für den Inhaber noch mal ein wenig modifiziert, wenn dieser die entsprechende Sorte vollständig, also bis zum Ende des Punkteschlüssels gesammelt hat. Die Summe dieser vielen, kleinen Beträge bringt schließlich den Gärtner nach vorn, der genau wusste, was er tat und der keine Skrupel hat, schöne Strukturen auch mal wieder unter Neubauten verschwinden zu lassen. | |||||||
Fazit: | Aber hallo. Wer hätte das von Din Li gedacht? Ich nicht, denn Die hängenden Gärten ist doch 'nur' ein Erstlingswerk. Aber wahrscheinlich sind wir alle verwöhnt und greifen hauptsächlich (ob bewusst oder unbewusst sei mal dahin gestellt) zu Spielen von Autoren, die uns in der Vergangenheit schon so manche schöne Spiel-Stunde beschert haben. Wenn Vom Ansatz her ist Die hängenden Gärten angenehm einfach gehalten und kann nach einem sehr kurzen Regelstudium (wobei 'Studium'? Nein, ein Studium braucht man dazu wirklich nicht) sofort begonnen werden. Die Legeregeln für die Garten-Karten sind einfach und eindeutig und lassen keine Fragen offen. Auch die Bonusplättchen sprechen für sich, wenn man erst einmal (was recht schnell geht), so ein Plättchen erklärt bekommen und gesehen hat. Die hängenden Gärten ist endlich mal wieder ein einfaches Spiel, bei dem die Spieler sogar miteinander agieren dürfen und nicht nur einfach neben einander her spielen. Hier kann man seinen Mitspielern die passenden Karten vor der Nase wegschnappen und sich selber damit nicht viel schlechter stellen. Das ist gut, denn dadurch macht man es auch. Glücklicherweise ist man damit aber nicht so böse oder zerstörerisch, daß der Mitspieler total in seinem Spiel eingeschränkt wird. Es ist einfach nur ein kleiner Dämpfer, der beim nächsten mal auch gut in die andere Richtung gehen kann. Außerdem ist Die hängenden Gärten kurz genug, um die gemeinen Mitspieler bei einer sich sofort anschließenden weiteren Runde ähnlich zu behandeln, wenn es in dem anderen Spiel nun doch nicht zum Sieg gelangt hat. Als Ausrede steht ansonsten auch immer noch das Kartenpech zur Verfügung - eine Ausrede, die bei Kartenspielen immer zieht. :-) In der Regel steht übrigens, daß man die Bonus-Plättchen, die man erhalten hat, verdeckt vor sich ablegen soll. Das haben wir von Anfang an nicht gemacht, denn wenn man noch sehen kann, wer was sammelt, kann man dem Mitspieler doch viel besser in die Suppe spucken - das macht Spaß. Einzig das Bonus-Plättchen, das man verdeckt bekommt, wenn man 6 oder mehr Gleiche zusammenhängend gebildet hat, haben wir verdeckt gelassen. Das reicht aus, um die Mitspieler im Ungewissen zu lassen, ob man eine Gruppe schon vollständig gesammelt hat, oder eben noch gestört werden kann. Wenn man unbedingt meckern möchte, dann ist es irgendwie schade, daß Die hängenden Gärten immer so schnell beendet ist und man nicht noch länger in die Stimmung des Spieles einsteigen kann. Auch wäre es schön gewesen, wenn man es mit mehr Spielern hätte spielen können. OK, das geht jetzt auch wenn man sich für weitere Spieler eine Startkarte bastelt, aber das Spiel wird dann ja noch kürzer... Und wer will das? Weiterhin sind die Nachziehstapel für die Bonus-Plättchen auf dem Spielplan arg ungünstig platziert, denn es kommt nicht selten vor, daß sie einem Mitspieler genau im Blickfeld sind, wenn er sehen möchte, welche neue Garten-Karte denn da hinter im Angebot liegt. Genug gemeckert, sonst denkt noch jemand, daß ich Die hängenden Gärten nicht mag. Und genug geschrieben, ich hör' jetzt auf und spiele ein wenig, z.B. eine Runde Die hängenden Gärten. Wer spielt mit? (cw) | |||||||
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© Carsten Wesel am 21.04.2008 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster. |